Beermann - Aufbau der Erdwärmesonde
Unternehmen Erdsonden Wärmepumpen Geothermie Tiefenbohrungen Informationen Team

Impressum

Aufbau der Erdwärmesonde

Die Erdwärmesonde (EWS) besteht aus zwei doppelten Rohrleitungen (Doppelsonde). Die Umlenkung erfolgt entweder am unteren Ende (Sondenfuß) durch ein eingeschweißtes U-Stück, das durch eine Schrumpfkappe mechanisch geschützt wird oder in einem massiven Sondenfuß, in dem die U-förmige Umlenkung eingefräst ist.

In der Mitte der Rohrbündel ist ein Injektionsrohr angebracht, durch das nach dem Einbringen der Sonde eine Bentonit/Zement-Injektion gepresst wird („klassische Sonde“). Beim neueren Sondentyp fehlt das Injektionsrohr. Die Injektion erfolgt über ein unten offenes Stahl-Gestänge, das nach der Verpressung wieder entfernt wird.

In beiden Fällen füllt die Bentonit/Zement-Injektion das Bohrloch von unten nach oben und schließt dabei alle Ritzen und Hohlräume zwischen den Sondenrohren. Diese Maßnahme gewährleistet eine vollständige Verbindung der EWS mit dem umgebenden Erdreich, dichtet evtl. vorhandene wasserführende Schichten gegeneinander ab und schützt die Sonde.

Jede Sonde wird auf der Baustelle vor und unmittelbar nach dem Einbau durch eine Druckprobe auf Dichtheit überprüft. Dabei wird sie mit dem 5 bis 10fachen des späteren Betriebsdrucks belastet. Diesem Test werden auch solche Sonden unterzogen, die schon vom Hersteller mit einem entsprechenden Testat versehen sind.

Da an einer einmal ins Erdreich eingebrachten Erdwärmesonde keine späteren Nachbesserungen mehr möglich sind, muss die Einbindung ins Erdreich besonders zuverlässig erfolgen. Die Druckprüfungen, die Verpressung mit einer gut wärmeleitenden Suspension und die notwendigen Abdichtungen zwischen evtl. vorhandenen Grundwasserschichten sind Voraussetzungen für eine dauerhafte Funktion der EWS.